Unmöglichkeit der Individualität
18. Juli 2010Eine unglaubliche Erkenntnis hatte ich heute beim “in die Stadt laufen um mich mit meinem Chef zu treffen”. Eine 100%’ige Individualität ist unmöglich zu erreichen. Man kann jeden in eine Drecksschublade stecken. Egal ob es eine Studentenschwuchtel ist mit ‘ner designtechnisch überteuerten Brille nur weil die Bügel der Hälfte des Gesichts verdecken, was vermutlich besser ist, denn die Hackfresse will niemand sehen, egal ob es ein cooler McDonalds Parkplatz Hip Hopper ist, oder ein vollkommen verbödeter Metaler der außer dem Krach nichts kennt, selbst irgendwelche Reggae-Dancehall Kiffer sind nichts besonders. Auch ich bin nichts besonders, es gibt genügend manisch depressive Spastis, die zwischen einem sogar recht vernünftigem Studium, jede Menge Alk inklusive legaler und illegaler Drogen, dem Streben nach etwas was längst vergangen ist und einem echt nervigem Verlangen nach dem Flachlegen von irgendwelchen Tussen stehen. Sogar aus meinem Freundeskreis, könnte ich aus verschiedensten Eigenschaften meiner Kumpels ein exaktes Abbild von mir modellieren, egal ob Aussehen oder Charackter, selbst Gedanken und Gefühle lassen sich replizieren. Vermutlich genau deswegen sind diese Leute meine Freunde.
Alles in allem eine durchaus beruhigende Erkenntnis, man fühlt sich nicht mehr als was besseres nur weil man ab und zu seine restlichen grauen Zellen einschalten kann und man kann wunderbar über diese ganzen Gothic/Emo/Studenten/Metal/Punk/Oi/wasweissichwas Wichser und Schlampen lachen die denken sie können mit ihrer lächerlichen Kultur sich irgendwie von dem Rest abgrenzen, denn das funktioniert nicht. Jeder trägt seine Art der Uniform und betreibt Faschismus, sei es nur in der Musikform.